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	<title>Kommentare zu: Wikipedia: Wer Relevanz und Referenz verwechselt</title>
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	<description>&#34;Zur ganzen Wahrheit gehören zwei - einer, der sie sagt und einer, der sie versteht.&#34;            Henry David Thoreau</description>
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		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://www.digitalpublic.de/wikipedia-wer-relevanz-und-referenz-verwechselt/comment-page-1#comment-696</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 11:29:07 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, es ist sicher ein Spiegel der verschiedenen Sichten und insofern auch ein Nachweis für die Relevanz des Sozialkonstruktivismus von Wissen. Man kann auch an Enkulturierungsprozess sozusagen im Stadium des Entstehens denken (in statue nascend). Das Problem bei Wikimedia ist allerdings, dass sie Heterarchien und Hierarchien noch nicht angemessen verbinden können, weil ihnen schlicht das Wissen fehlt. Das ist aber nicht deren Verantwortung. Akademisch geprägte Menschen sind vor allem deshalb in akademischen Bereichen erfolgreich, weil sie bestimmte Dozenten und/oder Doktorväter respektieren und deren Vorhaben teilweise unter Selbstaufgabe realisieren. Sie erhalten dann einen Teil der Deutungs- und Forschungshoheit, die die politische Kaste an sie weitergibt. Das ist ein Erbe aus der Welt der Arbeitsteilung und des citoyens gleichermaßen. Denn mit der Aufgabe, zu forschen erhalten sie eine enorme Freiheit, die nur durch den Zwang zur Publikation und zur Teilnahme an Kongressen ein Regulativ erhält. Es gibt also im Rahmen der Diskussionen rund um Artikel oder gar Löschungen keine Diskussionen, die auf dem Niveau zwischen den Artikeln bekannter Wissenschaftspublikationen laufen. Insofern ist Wikipedia ein halbes Ei. Man hat die Hierarchie der Wissenschaftswelt in Form der Doktorväter, die entscheiden, was in dem Kanon der Wissenschaftswelt einen Rang erhält. Es gibt aber keine Diskussion auf Augenhöhe, wo sich mehrere Versionen oder Modelle parallel behaupten, bis dasjenige mit höherem Erklärungsumfang sich durchsetzt. Insofern genügt Wikipedia nicht den modernen Ansrpüchen der Wissenschaftstheorie, da es keine funktionierenden Wettbewerb der Ideen gibt. Das ist schade, aber nicht so schlimm, wenn man gar nicht den Anspruch erhebt, den aktuellen Wissensstand in bestimmten Bereichen abzubilden. Aber es ist vor allem NICHT wissenschaftlich. Wenn man nun also das hohe Ross verläßt, dann muss man sich orientieren an einem pragmatischen Nutzwert oder eben patriarchalischen Vorgaben. Die Amis tun Ersteres, die Deutschen Letzteres. Die Folge: Wer englisch gut versteht, schaut zuerst auf der englischsprachigen Site nach und dann manchmal auch auf der Deutsche. So mache ich es und viele andere auch. Insofern kann man sagen, dass die deutsche Version eben eine andere Klientel adressiert. Sie ist mehr für Schüler und bildungsferne Schichten. Das ist aber glaube ich nicht intendiert. Die Menschen stimmen eben mit den Füßen ab.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es ist sicher ein Spiegel der verschiedenen Sichten und insofern auch ein Nachweis für die Relevanz des Sozialkonstruktivismus von Wissen. Man kann auch an Enkulturierungsprozess sozusagen im Stadium des Entstehens denken (in statue nascend). Das Problem bei Wikimedia ist allerdings, dass sie Heterarchien und Hierarchien noch nicht angemessen verbinden können, weil ihnen schlicht das Wissen fehlt. Das ist aber nicht deren Verantwortung. Akademisch geprägte Menschen sind vor allem deshalb in akademischen Bereichen erfolgreich, weil sie bestimmte Dozenten und/oder Doktorväter respektieren und deren Vorhaben teilweise unter Selbstaufgabe realisieren. Sie erhalten dann einen Teil der Deutungs- und Forschungshoheit, die die politische Kaste an sie weitergibt. Das ist ein Erbe aus der Welt der Arbeitsteilung und des citoyens gleichermaßen. Denn mit der Aufgabe, zu forschen erhalten sie eine enorme Freiheit, die nur durch den Zwang zur Publikation und zur Teilnahme an Kongressen ein Regulativ erhält. Es gibt also im Rahmen der Diskussionen rund um Artikel oder gar Löschungen keine Diskussionen, die auf dem Niveau zwischen den Artikeln bekannter Wissenschaftspublikationen laufen. Insofern ist Wikipedia ein halbes Ei. Man hat die Hierarchie der Wissenschaftswelt in Form der Doktorväter, die entscheiden, was in dem Kanon der Wissenschaftswelt einen Rang erhält. Es gibt aber keine Diskussion auf Augenhöhe, wo sich mehrere Versionen oder Modelle parallel behaupten, bis dasjenige mit höherem Erklärungsumfang sich durchsetzt. Insofern genügt Wikipedia nicht den modernen Ansrpüchen der Wissenschaftstheorie, da es keine funktionierenden Wettbewerb der Ideen gibt. Das ist schade, aber nicht so schlimm, wenn man gar nicht den Anspruch erhebt, den aktuellen Wissensstand in bestimmten Bereichen abzubilden. Aber es ist vor allem NICHT wissenschaftlich. Wenn man nun also das hohe Ross verläßt, dann muss man sich orientieren an einem pragmatischen Nutzwert oder eben patriarchalischen Vorgaben. Die Amis tun Ersteres, die Deutschen Letzteres. Die Folge: Wer englisch gut versteht, schaut zuerst auf der englischsprachigen Site nach und dann manchmal auch auf der Deutsche. So mache ich es und viele andere auch. Insofern kann man sagen, dass die deutsche Version eben eine andere Klientel adressiert. Sie ist mehr für Schüler und bildungsferne Schichten. Das ist aber glaube ich nicht intendiert. Die Menschen stimmen eben mit den Füßen ab.</p>
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		<title>Von: Vor Name</title>
		<link>http://www.digitalpublic.de/wikipedia-wer-relevanz-und-referenz-verwechselt/comment-page-1#comment-694</link>
		<dc:creator>Vor Name</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 07:59:06 +0000</pubDate>
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		<description>Wikipedia ist keine Enzyklopädie im klassischen Sinne. Enzyklopädien (versteht man diese als alltagsorientierte Einführung oder Hinführung zu höherem Wissen, oder als Deutungsmacht von Wissen) sind ebenso nur Mißverständnisse. Die aktuelle Debatte legt den Finger in die Tatsache, daß es keine Tatsachen gibt, sondern nur 6 Milliarden Weltperspektiven, die je nach Alkoholpegel und Grad der Magenfüllung auch noch schwanken können. Manchmal gibt es scheinbare Kohärenz zwischen diesen Weltperspektiven - und die Wikipedia könnte ein wertvolles Werkzeug sein, diese Kohärenz aufzuspüren, um diese 6 Milliarden Perspektiven einer konstruktiveren Nutzung zuzuführen, anstatt die Welt weiterhin durch die Mechanismen von Zwangsdeutungsmächten wie Kirche, Partei oder Verein wahrzunehmen. Das erfordert von den Admins der Wikipedia (in ihrer aktuellen Struktur) aber auch, auf ihren eigenen Anspruch von Deutungsmacht verzichten zu lernen - auch davon, was die Wikipedia ist (oder ihrer Meinung nach sein soll). Es ergibt sich übrigens bereits aus der Lizenz, unter welcher die Inhalte der Artikel der Wikipedia stehen, daß sie eine Kollektion multipler Weltsichten ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wikipedia ist keine Enzyklopädie im klassischen Sinne. Enzyklopädien (versteht man diese als alltagsorientierte Einführung oder Hinführung zu höherem Wissen, oder als Deutungsmacht von Wissen) sind ebenso nur Mißverständnisse. Die aktuelle Debatte legt den Finger in die Tatsache, daß es keine Tatsachen gibt, sondern nur 6 Milliarden Weltperspektiven, die je nach Alkoholpegel und Grad der Magenfüllung auch noch schwanken können. Manchmal gibt es scheinbare Kohärenz zwischen diesen Weltperspektiven &#8211; und die Wikipedia könnte ein wertvolles Werkzeug sein, diese Kohärenz aufzuspüren, um diese 6 Milliarden Perspektiven einer konstruktiveren Nutzung zuzuführen, anstatt die Welt weiterhin durch die Mechanismen von Zwangsdeutungsmächten wie Kirche, Partei oder Verein wahrzunehmen. Das erfordert von den Admins der Wikipedia (in ihrer aktuellen Struktur) aber auch, auf ihren eigenen Anspruch von Deutungsmacht verzichten zu lernen &#8211; auch davon, was die Wikipedia ist (oder ihrer Meinung nach sein soll). Es ergibt sich übrigens bereits aus der Lizenz, unter welcher die Inhalte der Artikel der Wikipedia stehen, daß sie eine Kollektion multipler Weltsichten ist.</p>
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		<title>Von: Andreas Mertens</title>
		<link>http://www.digitalpublic.de/wikipedia-wer-relevanz-und-referenz-verwechselt/comment-page-1#comment-670</link>
		<dc:creator>Andreas Mertens</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 06:54:26 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für den Satz &quot;Wissen ist nicht repräsentierbar&quot;, eine ewige und leidige Diskussion des &quot;Wissensmanagements&quot;,sofern es das überhaupt gibt :-) Bei Wikipedia geht es aber in der gegenwärtigen Situation um Macht bzw. Machtverlust ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Satz &#8220;Wissen ist nicht repräsentierbar&#8221;, eine ewige und leidige Diskussion des &#8220;Wissensmanagements&#8221;,sofern es das überhaupt gibt :-) Bei Wikipedia geht es aber in der gegenwärtigen Situation um Macht bzw. Machtverlust ;-)</p>
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		<title>Von: Tweets die Wikipedia: Wer Relevanz und Referenz verwechselt &#124; digitalpublic.de erwähnt -- Topsy.com</title>
		<link>http://www.digitalpublic.de/wikipedia-wer-relevanz-und-referenz-verwechselt/comment-page-1#comment-636</link>
		<dc:creator>Tweets die Wikipedia: Wer Relevanz und Referenz verwechselt &#124; digitalpublic.de erwähnt -- Topsy.com</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 16:15:16 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Markus Vervier, Michael v. Seydlitz erwähnt. Michael v. Seydlitz sagte: Wiki Debatte - Wer Relevanz und Referenz verwechselt dp http://bit.ly/4bkok9 [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Markus Vervier, Michael v. Seydlitz erwähnt. Michael v. Seydlitz sagte: Wiki Debatte &#8211; Wer Relevanz und Referenz verwechselt dp <a href="http://bit.ly/4bkok9">http://bit.ly/4bkok9</a> [...]</p>
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		<title>Von: Light, Life, Love, Liberty &#187; Blog Archive &#187; Das Shirt zum Wiki-Streit</title>
		<link>http://www.digitalpublic.de/wikipedia-wer-relevanz-und-referenz-verwechselt/comment-page-1#comment-635</link>
		<dc:creator>Light, Life, Love, Liberty &#187; Blog Archive &#187; Das Shirt zum Wiki-Streit</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 15:52:24 +0000</pubDate>
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		<description>[...] eh irrelevanten für die Löscherfraktion) Medien, einen weiteren sehr guten Text findet ihr zB hier aber das ist ja ein Blog und Blogs sind laut WP eh nicht [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] eh irrelevanten für die Löscherfraktion) Medien, einen weiteren sehr guten Text findet ihr zB hier aber das ist ja ein Blog und Blogs sind laut WP eh nicht [...]</p>
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