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"Zur ganzen Wahrheit gehören zwei – einer, der sie sagt und einer, der sie versteht." Henry David Thoreau

Web 2.1: Direkte Konversation im Streaming oder Realtime Web – Postling (Ping.fm)

Das Streaming-Web oder auch Realtime-Web ist durch twitter bekannt geworden. Suchmaschinen wie Bing oder Google haben wegen der neuen Nutzungsart des Web ihre Crawler und Spider verfeinert. War früher das Web wie eine Bibliothek organisiert und die Suchmaschinen übernahmen die Aufgaben des Schlagwortkatalogs, bedeutet das Streaming-Web eine grundsätzliche und kategorische Änderung. Wie ein Urwaldregen prasseln auf allerlei Kanälen Statusmeldungen in Sozialen Netzwerken und tweets aus twitter und identi.ca auf die Indices der Suchhersteller ein. Trickreiche und triviale Geister versuchen die neuen Informationskanäle des Realtime-Web mit Marketingbotschaften und allerlei SPAM vollzumüllen.

In den englischsprachigen Ländern setzen sich im – Gegensatz zu Europa – auch sehr sinnvolle Verwendungen diese Trends durch. Support über twitter. Waren früher noch Call-Center-Geheimagenten damit beschäftigt, wütende Protesten oder hilflosen Anwendern freundlich zu begegnen, erreicht nunmehr das direkte Fragen per twitter und direkte Hilfen oder Links auf Problemlösungen einen Höhepunkt der Kundenunterstützung. Im Zweifel ist die Antwort einen tweet entfernt. Was bisher nur gut unter twitterern klappte, soll nun also institutionalisiert werden. Mit Ping.fm und friendfeed werden bereits viele Social Media Dienste integriert. Aber ein Teil der ehemaligen etsy-Belegschaft (das beste SocialCommerce Startup seit der Bibel) ist vor einiger Zeit im Streit gegangen und hat nun einen weitere Dienst vorgestellt.

Postling unterstützt einige Ziele zum Multiposting. Nette Hilfe, leider so teuer...

Postling unterstützt einige Ziele zum Multiposting. Nette Hilfe, leider so teuer...

Postling.

Ähnlich wie ein aufgemotztes Ping.fm kann man alle Social Media Accounts, über die man verfügt, einheitlich mit Inhalten befüllen, und sie in Grenzen administrieren. Allerdings liegt der Fokus klar auf kleinen und mittelständischen Firmen, die auf diese Weise mit ihren Kunden direkt kommunizieren können, ohne Dritte wie Agenturen aller Art, was einen hohen Gewinn an Glaubwürdigkeit und Authentizität bedeuten kann – wenn man das auch innerhalb der Firma praktiziert. Warum es – im Gegensatz zu Ping.fm oder friendfeed – Kosten verursacht, ist im Moment noch etwas undurchsichtig, zumal Letzteres klar die bessere kommunikative Grundlage für Diskussionen mitbringt. Aber ich habe bei den Besitzern den Eindruck, dass es schnell funktionell weiter und tiefer gehen könnte (also auf dem Radar behalten) in Richtung dialogorientierte Kommunikation. Mehr hier.

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