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"Zur ganzen Wahrheit gehören zwei – einer, der sie sagt und einer, der sie versteht." Henry David Thoreau

Verlage: Mit Hundertvierzig Zeichen aus der Krise – Twitter me rich

“Keine Ahnung was das soll”, habe ich vor einigen Monaten auf die Frage geantwortet, wie ich Microblogging finde. Twitter eben. Ja, habe ich gehört. Man hat 140 Zeichen und kann per Handy oder Browser-Plugin jedes Detail seines Lebens mitteilen. Macht Spaß und verbindet schneller als man denkt. Geht aber eben auch für Werbebotschaften. Oder aber die Headlines der Magazine und Zeitschriften im Web.

Und die nutzen das auch reichlich. Die einen mehr und die anderen weniger. Spiegel Online ballert seine Überschriften immer doppelt raus. Die Twittergemeinschaft ist nicht sehr erfreut. Die Spiegelianer antworten auch nicht auf Fragen oder Hinweise. Das ist schlecht. Denn solche Retweets (ein Tweet ist eine 140-Zeichen-Botschaft) zählen als Wertschätzung der Follower (das sind diejenigen, die einen Twitteraccount in ihren Twitteradar) aufnehmen. Nicole Simon, die Autorin des im letzten Dezember erschienen Fachbuchs zum Thema Twitter wurde nun für ein Blog interviewt über ihr Meinung zum Umgang mit dem neuen Kanal durch die Verlage.

Ulrike Langer hat sie befragt:

Müssen Redaktionen jetzt twittern oder geht der Hype ohnehin wieder vorüber?

NICOLE SIMON: Nein, das Phänomen wird bleiben. Menschen wollen sich unmittelbar mitteilen und Twitter erfüllt dieses Bedürfnis auf ganz einfache Weise. Selbst wenn das Unternehmen hinter Twitter von heute auf morgen pleite geht, dann werden andere sofort an dessen Stelle treten. Jetzt haben Redaktionen noch die Zeit, mit dem Medium zu spielen und sich in Ruhe damit vertraut zu machen. Irgendwann aber nicht mehr, weil dann alle anderen schon da sind. Wenn eine Redaktion heute noch nicht twittern möchte, sollte sie zumindest schon mal ihre Claims abstecken und ein Account unter ihrem Namen reservieren. Und dann sollte die Redaktion zunächst in einer geschlossenen Gruppe üben. Ein öffentlicher Auftritt einer großen Zeitung kann sich keine Spielwiese leisten, der muss sofort professionell aussehen.

Mehr dazu und noch einiges andere  Spannende zum Thema hier in einem lesenwerten Beitrag mit guten Linktipps am Ende.

Autor: Jörg Wittkewitz. Alle Rechte vorbehalten.
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Folgende Schlagwörter: Interview, medien, Online-Marketing, Social Media, twitter

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