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	<title>digitalpublic.de &#187; twitter</title>
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	<description>&#34;Zur ganzen Wahrheit gehören zwei - einer, der sie sagt und einer, der sie versteht.&#34;            Henry David Thoreau</description>
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		<title>Kommunikation 2.1: Social Newsroom &#8211; und gut is?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 08:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vorname Nachname</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kann die PR Branche überleben dank Social Media Newsroom oder geht das Abendland jetzt doch unter?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-894" href="http://www.digitalpublic.de/spiegelonline-mediendebatte-konrad-lischka-web20-social-media/zukunft"><img class="alignleft size-full wp-image-894" title="zukunft" src="http://www.digitalpublic.de/wp-content/uploads/2009/02/zukunft.jpg" alt="zukunft" width="300" height="200" /></a>Ein lustige Geschichte trägt sich zu dieser Tage. PR Menschen sehen das nahende Ende Ihrer Zunft, denn Firmen finden den direkten Draht zum Markt per Web. Und auch Obama verschickt seine Grußbotschaften jetzt ohne Diplomaten direkt per Video.</p>
<p>Was die Guerilla kann, das können wir schon lange, denken sich die Firmen und entdecken ein bisher unbekanntes Wesen: den Kunden. So wie Privatbanken urplötzlich feststellen, dass die Billionen Euro der Sparbücher gar nicht so ganz schlecht aussehen neben den paar Hundert Millionen Private Equity Kapital. Genauso stellen Firmen fest, dass man im Markt Menschen vor sich hat, die vielleicht mehr können als das Portemonnaie zu öffnen. Sie sind offenbar in der Lage zu hören und zu sehen, die können sogar selber etwas sagen, aufschreiben oder gar filmen. Sozusagen Kommunikation 2.0.</p>
<p>Oder wie es ein lustiger Politikprofessor namens Karl-Rudolf Korte auf dem Abschlusspanel der Mainzer Tagen der Fernsehkritk sagte: interpersonale Kommunikation. Als ich dieses Wort hörte, bekam ich einen zweiminütigen Lachkrampf. Er meinte das mit vollem Ernst. Im Web gebe es eine ganz besondere Qualität, nämlich interpersonale Kommunikation der Politik und der Parteien mit dem Wähler. Also ein Medium mit Rückkanal. Oder wie ganz steinalte Menschen sagen: interaktiv. Irre dieses Web, einfach echt tofte. Wenn der stupend kluge Professor mithilfe des Webs entdeckte, dass es Kommunikation neuerdings sogar zwischen den Menschen gibt, dann kann das Teufelszeug so schlecht nicht sein.</p>
<h2>Das Sinusmillieu versinkt im Cotangens</h2>
<p>Früher waren Heerscharen an Beratern über die knifflige Aufgabe vertieft, welches Sinusmllieu zu welchem Produkt passt. Heute hat ein Produkt eine Facebook-Seite und schon klappt es mit dem direkten Feedback. Jahrzehnte der Marketingwissenschaften sind zum Teufel. Denn der direkte Kontakt ohne vermittelnde Experten als Mittelsmänner und -frauen hat Vorteile. Man bekommt direkte und ehrliche Meinungen zum Nutzen und zur Qualität der eigenen Produkte für lau. Keine Millionen mehr in Studien und Tests und Marktforschung in den Sand gesetzt. Das Web zeigt es denen, die da sehen können. Aber wer hat schon die Augen dazu? Das kommt ihnen bekannt vor? Haben Sie alles schon im cluetrain manifesto vor zehn Jahren gelesen?</p>
<p>Ja, liebe Kinder und Kinderinnen. Jetzt zeige ich Euch etwas ganz Neues. Denn wer Marketing für ganz kleines Geld in sozialen Netzwerken macht, ist fast hip. Wer First Level Support über Twitter macht, der (ups Tschuldigung, das machen nur amerikanische Firmen, kommt hier erst nächstes Jahr). Also, wer heute das tun will, was letztes Jahr in USA der dernier cri in der Kommunkationswelt war, der macht einen Social Newsroom.</p>
<h2>Social Newsroom ist Web 2.0 für fast Kluge</h2>
<p>Lustige Leute laufen jetzt umher und erklären dem staunenden Publikum das mit Web 2.0 alles besser wird. Denn früher posaunte man einfach mit einer  Pressemitteilung per E-Mail-Verteiler oder via kostenpflichtigen Verteilerdiensten alles in die Welt. Und wenn die Inhalte in den 1001 Datengräbern im Netz fest gespeichert waren, wurden die Kassen der Clippingdienste voll und die Minen der Vertriebsleute trüb, weil das 1001fache Speichern der Presseinformationen gar keinen Nutzen hatte, weil nur spannende oder aktuelle Inhalte im Web herumgereicht werden. Das sagen aber die tollen Web 2.0 SocialNewsroom-Berater keinem. Weil, mehr und tollere Dateiformate machen aus einer neuen trendigen Form der Wasserflasche der Marke XYZ keine spannende Nachricht. Auch wenn das coole Video der Werbefirma auf Youtube sechs Kommentare hat und die zehn Statusmeldungen auf Facebook dazu einen Erfolg suggerieren.</p>
<p>Haben Sie es gemerkt. Ich habe eine ungeheure Sache beschrieben: Im Dritten Jahrtausend werden Inhalte herumgereicht? Nein, nicht wirklich herum gereicht; sie werden empfohlen von anderen mit einem Link dazu. Ist alles immer noch Hypertext wie vor zehn Jahren. Aber es gibt jetzt Mundpropaganda im Web. Das finden Marketeers spannend. Das mit der Datenübertragung per Freundschaftsnetz. Darüber hat ein Amerikaner namens Emanuel Rosen vor neun Jahren sogar einen mittlerweile mehrteiligen Bestseller geschrieben. <a title="Interview 1. Teil" href="http://www.digitalpublic.de/interview-emanuel-rosen-vater-viralen-marketing-guy-kawasaki-buzz-word-of-mouth" target="_blank">Hier</a> und <a title="Interview 2. Teil" href="http://www.digitalpublic.de/emanuel-rosen-kunst-viral-marketing-7-tips-websitemarketing-online" target="_blank">hier</a> ist ein Interview auf diesem Blog mit ihm.</p>
<h2>Social Media &#8211; ist das dieses Dings mit dem Bewerten?</h2>
<p>Zurück zum Thema. Social Media ist, wenn einer Sachen schreibt ohne Rücksicht auf Verluste und andere das lesenwert finden und ihn oder sie mit ermutigenden Kommentaren oder beißender Kritik anspornen weiterzumachen. Psychologen erklären das mit intrinsischer Motivation. Was das ist? Wenn man etwas macht, das in sich selbst Lohn genug ist, weil man einfach im Machen die Umwelt vergisst. Flow heißt der neue Begriff, der den eigentlichen Gedanken nur sehr reduziert wiedergibt. Heute schreibt man also selbst. Ob so ultraspießig lange Artikel wie ich hier oder eben was Schnelles.</p>
<p>Lustige Zeitgenossen verachten sogar ein Werkzeug, das in Hinsicht auf die virale Verbreitung von Inhalten mit Links (Hypertext) allen anderen davon läuft: Twitter. Sie finden es geschmacklos und dumm, wenn Menschen, die sich kennen in Echtzeit ihre Webquellen austauschen, Tipps verteilen oder einfach nur das tun, was im Web immer fehlte, mal eben soziale Kontakte pflegen.</p>
<h2>Ist jetzt echt ganz klar der Trend. Brauchen wir sofort!</h2>
<p>Deswegen schreiben auch ganz tolle Berater zu ihrem allerallerneuesten Kommunikationstrend Social Newsroom, dass man Videos, Podcasts neben den üblichen Presseinformationen plus schicke kostenlose (hochaufgelöste?) Fotos einstellt. Und dann bringt die Kommentar oder Bewertungsfunktion den armen Webserver derart zum Rauchen, dass der PR-Chef einfach sofort Vorstandsprecher wird. Fast. Nur ein kleines unbeugsame Dorf scheint sich dem neuen Trend zu widersetzen. Die neu erstarkten Kunden. Die neu entdeckten Kunden. Die Melkkühe der sozialen Marktwirtschaft. Sie zahlen Steuern, damit davon Firmen saniert werden, die ihnen hohe Kontogebühren und überteuerte Produkte mit kurzer Halbwertszeit verkaufen müssen. Unter dem Diktat des Profits. Elende Diktatur des Prekariats. Wollen immer neue Produkte die armen Hunde.</p>
<p>Und damit die Kunden diese Dinge lieben, bewerten sie jetzt die Pressinfos und Produktnachrichten der Firmen? Oder sollen die Journalisten etwa die PIs kommentieren und bewerten. Das erscheint ähnlich profressionell wie der hübsche Satz unter manchen Pressemitteilungen: &#8220;Bei Abdruck wird um ein Belegexpemplar gebeten. Bitte senden an: First Class PR Bombast, Coole-Idee-Allee 9, 12345 Meeresgrund.</p>
<p>Lesen Sie auch demnächst wieder rein, wenn Sie wissen wollen, ob Dr. Bob den armen Patienten erfolgreich wiederbelebt&#8230;</p>
<p>Ey, PR-Experte, komm doch mal klar auf dein Leben, oder meinste awareness rulez?! Nee, ich mach jetzt ein Seminar über interpersonale Kommunikation bei McKinsey; das kostet nur 12.000 € für vier Tage und danach bin ich 32° Social News Acolyt &amp; Nepp 2.0 Evangelist.</p>
 
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		<title>Twitter-Evolution &#8211; Von WeFollow über Twur.li bis Newspaper-Twittering</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 18:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vorname Nachname</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was man so mit Twitter machen kann, muss jeder selbst entdecken. Die, die es nutzen werden diese Links schätzen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeden Tag gibt es neue Ideen rund um Twitter. Heute hat der Gründer von Digg sein <a target="_blank" title="Link zu WeFollow" href="http://wefollow.com/" target="_blank">WeFollow </a>vorgestellt. Es ist eine Art Verzeichnis für Twitter, geordnet nach Kategorien werden dort alle Twiternutzer, die sich unter drei Begriffen via Hastags mittels Tweet an @wefollow melden, autoamtisch eingetragen. Gelistet werden sie dann nach der Zahl der Follower. Eine sehr sinnvolle Art, via Social Network ein Twitterfonbuch anzulegen. Schön finde ich die Idee von Jens-Christian Fischer unter twur.li:</p>
<blockquote><p>twur.li was born out of the frustration of           <a target="_blank" title="Twitter-Account von JC Fischer" href="http://twitter.com/jcfischer" target="_blank">jcfischer</a> who sees so many great links pass by on Twitter. Most of them just vanish in the stream, gone forever.</p></blockquote>
<p>Einfach <a target="_blank" title="Folge twurli!" href="http://twitter.com/twurli" target="_blank">twurli</a> folgen und schon werden alle Tweets archiviert und damit eben auch all die guten und wertvollen Links der follower wieder sichtbar, die man so schnell wiederfindet. Eine Ruby on Rails Seite&#8230;zunächst nur ein kleines search.twitter.com, but there is more to come&#8230;</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1115" href="http://www.digitalpublic.de/twitter-evolution-wefollow-who-is-who-twurli-newspaper-twittering-twur/lat"><img class="alignleft size-full wp-image-1115" title="lat" src="http://www.digitalpublic.de/wp-content/uploads/2009/03/lat.jpg" alt="lat" width="220" height="227" /></a>Ach ja, für alle diejenigen, die den Kampf zwischen Papier- und Browsermedien ausfechten, ein kleines Beispiel, wie man als Papiermedium Leser aus dem anderen Distributionskanälen gewinnt:</p>
<p><a target="_blank" title="Twitter-Accounts von LATimes und Friends" href="http://latimes.com/tweets" target="_blank">LATimes/tweets</a></p>
 
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		<title>Mindcasting: Twitter ist die neue Zeitung</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 12:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vorname Nachname</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Journalismus-Professor Jay Rosen nutzt Twitter als Werkzeug für einen Twitter-Digest.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während in Deutschland noch gestritten wird, ob die Nutzer, die Tweets und das Medium ein und dasselbe sind (wer war Schuld am twitter-Desaster rund um Wittenden), sind uns die Early Adopters dies- und jenseits des Atlantiks schon ein Stück weiter.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1105" href="http://www.digitalpublic.de/mindcasting-twitter-ist-die-neue-zeitung/jay-rosen"><img class="alignright size-full wp-image-1105" title="jay-rosen" src="http://www.digitalpublic.de/wp-content/uploads/2009/03/jay-rosen.jpg" alt="jay-rosen" width="156" height="117" /></a>Jay Rosen von der New York University unterrichtet Journlismus und nutz das Tool als Filter für all die guten, wertvollen Inhalte, die es Wert sind, gelesen zu werden. Er folgt einfach den richtigen Leuten und liest deren Empfehlungen.</p>
<p>“Mindcasting kam mir in den Sinn, als ich versuchte eine sehr hohe SNR (signal to noise rate) zu erzielen [also das Gute aus dem Vielen herauszufiltern],” erklärt Rosen. Das bedeutet, dass er täglich 15 bis 20 tweets über die besten Artikel mit Kommentar verschickt. Damit hat er eine neue Art von Presse erfunden und ist Herausgeber der besten Artikel von Blogs und Zeitungen.</p>
<p>Er kann auf diese Weise Webinhalte so bearbeiten, dass seine eigene Zeitung entsteht. Dieses Mindcasting ersetzt dann Lifecasting, also das Herausposaunen von Informationen über Einkäufe, die neueste Benzinpreise oder Statusmeldungen zum aktuellen ICE, in dem man sitzt.</p>
<p>Dieses Destillat aus Hunderten von Quellen und seinen 12.000 Followern könnte ein gutes Modell werden für die Zeitung der Zukunft. Ich bin gespannt und werde beobachten. Wer weiß, vielleicht mache ich auch einen Mindcast-Kanal&#8230;</p>
<p>Mehr dazu <a target="_blank" title="Link zur LA Times" href="http://latimesblogs.latimes.com/technology/2009/03/on-twitter-mind.html" target="_blank">hier</a></p>
 
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		<title>Blog-Evolution: Ad-hoc Dialoge über Twitter ersetzen Kommentare</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 12:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vorname Nachname</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Authorität der Blogs lässt nach, weil die meisten Links per Twitter verschickt werden. Das ist Evolution und kein Problem.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Technorati misst die Relevanz von Blogs anhand der Links, die von anderen Blogs darauf verweisen. Die Währung heißt Authority. Bei rund 76.000 Blogs weltweit sind nach dieser Lesart mit mehr als externen 50 Links vertreten. Da beispielsweise Serendipity Probleme mit Trackbacks hat, ist die Dunkelziffer noch höher. Totz der immensen Zahlen oder gerade deswegen hat Brian Solis von <a target="_blank" title="Link zu techcrunch" href="http://www.techcrunch.com/2009/03/10/are-blogs-losing-their-authority-to-the-statusphere/" target="_blank">techcrunch</a> Probleme mit der Relevanzmessung. Nach seiner Ansicht verlieren die Blogs an Authorität: Techcrunch selbst, obwohl noch immer auf Platz 3 der Top100-Liste musste Einbußen von 50% der Links hinnehmen. Die Site ist innerhalb von rund drei Monaten von über 32.000 Links auf 16.000 abgesackt, weil sich die Links auf die wachsende Masse der täglich tausend neuen Blogs mehr verteilt. Ein ähnliches Phänomen erleben die klassischen Medien, die sich in den letzten zehn Jahren trotz um 40% gestiegener Anzahl an Publikationen denselben Werbekuchen teilen mussten wie Ende der Neunziger.</p>
<h2>Kommentare wandern aus &#8211; zu Twitter</h2>
<p>Aber das ist nicht der einzige Grund. Wer schon länger bloggt, stellt fest, dass die Anzahl der Kommentare zu Blogeinträgen proportional zur Zunahme von tweets und Bemerkungen bei friendfeed oder Facebook abnimmt.</p>
<h2><a rel="attachment wp-att-1049" href="http://www.digitalpublic.de/blog_20_ad-hoc-kommunikation-twitter-kommentar-funktionen/book1"><img class="alignright size-full wp-image-1049" title="book1" src="http://www.digitalpublic.de/wp-content/uploads/2009/03/book1.jpg" alt="book1" width="300" height="200" /></a>Das Web erhält zweite Schicht: Partizipation als ad-hoc Kommunikation</h2>
<p>Ich würde das sogar noch forcieren und sehe eher eine Teilung in dialogisches ad-hoc Publizieren wie Twitter und nach Tags und Kategorien geordnete Old-School Social Media in Blogs. Beides wird immer aufeinander Bezug nehmen, jedoch werden die Themen und deren Tiefe unterschiedlich verteilt und &#8211; was noch wichtiger ist &#8211; die Aufmerksamkeit wird nicht nur zum Maß für Werbung sondern auch zum Maß für das Selbstverständnis des Autors in Bezug auf den jeweiligen Kanal.</p>
<h2>Twitter ist blog² &#8211; Social Media zweiter Ordnung</h2>
<p>Blogs bilden daher immer mehr den Boden, oder präziser den Dünger, auf dem ad-hoc mit Microblogging oder Aggregationstools eine Bedeutungsebene zweiter Ordnung entsteht. Hier setzt dann auch die gewünschte Bewertungsfunktion an, die mit zoomer.de und anderen Blogprojekten so kläglich an der Ausdauer der Macher gescheitert ist.</p>
<p>Denn trotz der enormen Geschwindigkeit der Informationsvernetzung an sich, bewegen sich die Adaptionshandlungen der Masse doch in überschaubaren Geschwindigkeiten. Ich kenne heute nicht wenige Menschen, die täglich das Web nutzen, aber nicht so ganz genau wissen, was ein Blog ist und wo da die Links sind zum Auffinden der einzelnen Artikel. Twitter ist dort eine Art Large Hadron Collider (LHC) &#8211; also das riesige Ding in der Schweiz zum Erfassen von Antimaterie&#8230;<em></em></p>
<p><em>Twitter? Kenne ich, habe ich von gelesen</em> (bei SpOn oder der Süddeutschen)&#8230;</p>
<p>Aber wehe, wenn die erstmal erfasst haben, was die Early und Late Adopters da so treiben und wie sie es nutzen. Dann bricht der zweite Frühling des viralen Marketings und die Innovation des Kundensupports via Twitter so mancher klassischer Agentur und so manchem traditionellen Call-Center das Genick.</p>
<p>Machen wir uns also darauf gefasst, dass die partizipative Ebene an Social Media weitgehend in die dialogorientierte Ebene der ad-hoc und n:n Kommunikationsmittel wie Twitter und identi.ca fließt und dort bleibt. Microblogging ist also kein Feind der Blogs 2.0 sondern Blogging über Blogs &#8211; also Blogging².</p>
<p>Vielleicht messen wir morgen eher mit <a target="_blank" title="Link zu klout" href="http://www.klout.net" target="_blank">www.klout.com</a> und <a target="_blank" title="Link zu backtype.com" href="http://www.backtype.com" target="_blank">www.backtype.com</a> was wir heute noch mit technorati messen. In jedem Fall gibt es eine neue Ebene über der Schicht der Webserver, die mit ICQ begann und über Skype ihren ersten Höhepunkt hatte, der jetzt mit Twitter und Konsorten wieder auf der Schriftebene fortgeführt wird hin zur asynchronen aber multikanalfähigen Kommunikation mit eingebetteten Bilder, Videos und Podcasts, Hypertext ist angekommen im Rich Media Land.</p>
 
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		<title>Ford twittert: Ein ganzer Konzern kommuniziert mit dem Markt &#8211; sogar der Häuptling</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 16:40:59 +0000</pubDate>
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