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	<title>digitalpublic.de &#187; Online-PR</title>
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	<description>&#34;Zur ganzen Wahrheit gehören zwei - einer, der sie sagt und einer, der sie versteht.&#34;            Henry David Thoreau</description>
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		<title>Pressekonferenz 2.0 &#8211; Wir sind keine Billigeimer!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 09:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vorname Nachname</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie man den Kern des Pudels vor lauter Shampoo verliert...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Liebe Kinder und Kinderinnen,</em></p>
<p><em>wir haben uns heute hier versammelt, um Ihnen mal so ein bißchen die allerneuesten Informationen nahe zu bringen.</em></p>
<p>So oder ähnlich beginnen die meisten Pressekonferenzen, denen ich beiwohnen durfte. Ich gestehe, dass es zumeist während unzähliger Messen war. Was mich immer tief beeindruckt hatte, war die Chuzpe, die viele Verantwortliche walten lassen, wenn es um das Verteilen von Inhalten ans Pressevolk geht. (<em>Wer mit der Maus drüberfährt über das Video unten, wird die Pausetaste finden!</em>)</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a target="_blank" title="Photos from http://twitpic.com/9pb6r" href="http://twitpic.com/9pb6r"><img src="http://twitpic.com/show/thumb/9pb6r.png" alt="Dies ist keine SPD-Werbung!" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Dies ist keine SPD-Werbung!</p></div>
<p>Jetzt möchte die versammlte Welt der Kommunikationsagenturen nicht hintenanstehen und hat der Welt im Web zugehört. Wundersame Dinge gehen dort um: Social Media, Web 2.0 und sogar User Generated Content. Manche versteigen sich sogar zu der abenteuerlichen Idee, Geld zu sparen, indem die Presseseite der Firma nun nicht mehr im klassischen CMS läuft sondern per Blog mit Trackbacks und innovativen Dingen wie RSS-Feeds oder gar Videos online aufwartet. Sie schaffen es sogar, diese kostenlosen Tools mit einem gehörigen (Augen)Aufschlag an ihre Kunden zu verhökern. Diese wiederum sehen echte Chancen, in den neuen Schläuchen ihre alten Weine aufs Trefflichste an die versammelte Schar der Claqeure zu verteilen.</p>
<p>Ganz weit vorne sind mal wieder die Telcos, die gerade den Schock der Lizenzversteigerungen und die Preisobergrenzen der EU verdaut haben, und nun weiter gegen das staatliche <span style="text-decoration: line-through;">Monopol, Kartell,</span> Unternehmen Telekom wettern <span style="text-decoration: line-through;">müssen, dürfen, wollen,</span> können.</p>
<p>Gestern also war Premiere und Scholzens seine Freunde haben keine Kosten und Mühen gescheut, und sogar den dicklichen Türsteher zu einer Werbkampagne mit astronomischen Zahlungen im vierstelligen Bereich zur Mitarbeit gewzungen. Außerdem machte man eine PK, die LIVE und in ECHTZEIT ins Netz gestreamt wurde. Wenigstens klappte der Stream. Hier eine Aufzeichnung davon:</p>
<p><code><object id="showIt" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="610" height="343" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="FlashVars" value="plugin_version=9.0.124&amp;bandwidth=1000&amp;skin=ondemand&amp;application=201293825&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$forcedWidth=610$forcedHeight=343$keepVideoAspectRatio=false&amp;language=de&amp;homePage=http://pic.tv1.de/media/azmedia/vodafonePK_od.html&amp;jsEnabled=true&amp;domain=www.tv1.eu&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml" /><param name="Movie" value="http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="Src" value="http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="WMode" value="Window" /><param name="AllowScriptAccess" value="always" /><param name="AllowFullScreen" value="true" /><param name="name" value="showIt" /><param name="flashvars" value="plugin_version=9.0.16&amp;bandwidth=1000&amp;skin=ondemand&amp;application=201293825&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$forcedWidth=610$forcedHeight=343$keepVideoAspectRatio=false&amp;language=de&amp;homePage=http://www.tv1.eu&amp;jsEnabled=true&amp;domain=www.tv1.eu&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml" /><param name="src" value="http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="wmode" value="window" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="quality" value="high" /><embed id="showIt" type="application/x-shockwave-flash" width="610" height="343" src="http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" quality="high" name="showIt" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" wmode="window" swliveconnect="true" movie="http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" flashvars="plugin_version=9.0.16&amp;bandwidth=1000&amp;skin=ondemand&amp;application=201293825&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$forcedWidth=610$forcedHeight=343$keepVideoAspectRatio=false&amp;language=de&amp;homePage=http://www.tv1.eu&amp;jsEnabled=true&amp;domain=www.tv1.eu&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml"></embed></object></code></p>
<p>Soso. Wird der geneigte Zuschauer also denken. Der VV der bekannten Telekommarke meckert über die besondere Stellung des staatlichen Vorbewerbers, außerdem werden eigene Marken zusammengeführt. Und es passiert hoffentlich irgendwas. Und die Box macht jetzt endlich das, was man vor Jahren versprach. Die vereinigten Webexperten waren baß erstaunt. DSL und HSDPA in einer Box.  Und nun erklärt der VV etwas über Re-Branding und der operativen Umsetzung vor der versammelten Presse (!).</p>
<p>Hätte es einen guten Berater gegeben, hätte der VV von dem Berater gehört, dass man diese ganzen Schlagwörter aus der Nichtsnutzenwelt wie <em>Client-First</em> und <em>Empowerment </em>in eine Handlung umsetzt, die Produkt heißt. Entwicklung und Strategie aus Kundenperspektive. Er hätte auch gehört, dass man der Presse nicht erzählt, wie man denkt, sondern dass man den Kundennutzen aus der Lebenswelt des Kunden heraus darstellt und nicht die Produkte aus der strategischen Idee der Firma an die Schlagwörter pappt, die man aus irgendwelchen drittklassigen Ratgeber-Büchern über strategisches Marketing geklaut hat, ohne die zugrundeliegende Idee nachzuvollziehen.</p>
<p>Dann beginnt etwas ganz Neues. Agenda Setting mit einem neuen Wort: Generation Ups. Jetzt hätte ich es fast geschrieben. Diese Generation Ups ist also der Marktanteil dieses Anbieters. So wird ein wenig Mengenlehre gemacht. 40 % Marktanteil=Generation Ups=aktive Menschen.<br />
Die Schlichtheit dieser spannenden Rechnung überrascht etwas. So will man Pressemenschen und die Online Community anprechen? Unterstellt man denen zurecht derart defiziente mentale Kapazitäten oder ist alles ganz anders? Denn in streng humanistischer Attitüde wird sogar die Musiktheorie herbeizitiert und mit kontrapunktischem Verweis auf Galilei, der &#8211; aus verarmten Verhältnissen stammender Studienabbrecher &#8211; zur 400 Jahre alten Blaupause für die Generation Ups herbeiasssoziiert wird. Diese klare rhetorische Linie kam wohl aufgrund der sehr guten Qualität der Werbetexter bei Scholzens seine Freunde zustande, sozusagen ein <em>strike</em> der halbgebildeten Intelligenzija.</p>
<p>Man könnte jetzt noch mehr schreiben über die Inhalte all dieser Reden. Eines läßt sich zusammenfassen. Wenn Firmen anfangen, normale Inhalte in lebensweltlichen Zusammenhängen von Mensch zu Mensch zu kommunizieren, dann werden ihre Gegenüber auch anfangen, sie ernst zu nehmen. Web 2.0 und Online Pressekonferenzen sind ganz gute Anfänge darin, die eigenen Technologien, die man den Kunden an den Hals wünscht, auch selber mal einzusetzen. Das ist soweit eher konsequent als positiv. Noch konsequenter und positiver wäre es, wenn die Damen und Herren Marketingspezialisten aus Mannheim und anderswo, die bei Scholz und Konsorten herumsitzen, versuchen würden, sich selbst und ihre Kunden darüber aufzuklären, was das Besondere an Social Media und Web 2.0 ist: n:n Kommunikation, also der Austausch von Positionen, die man durch eigene gedankliche Tätigkeit erreicht hat, und die in diskursiver Weise an Präszision gewinnen. Weiterhin die vorverdauten Worthülsen von blutleeren wissenschaftlichen Assistenten aus dem Fachbereich Marketing als Verpackungsmaterial für eigene halbgare strategische und operative Bewältigungen der vorhandenen Technologieinfrastrutktur zu vernutzen, kann eben nicht mehr erreichen als 40% Marktanteil. Wer mehr will muss schon mit dem Königsgeschlecht ins Bett gehen oder von ihm abstammen. Insofern ist der Satz auf dem Plakat schon sehr nahe an der wahren Strategie: Wenn Du nicht selbst im Wind der Konkurrenz stehen willst, dann musst du schon in Versailles übernachten&#8230;</p>
<p>Es wäre klug, neue Strategiewege einzuschlagen, die strategische Planung und Kommandostruktur an den Stellen ablösen, wo es sinnvoll und evolutiv betrachtet angezeigt ist: Produktentwicklung, GoToMarket und Marketing.</p>
<p>Update. Nach klassisch quantitativer Lehre, erlauben Clippings die Erfolgsmessung. So gesehen, hat es nix gebracht, das Social Web-Gedingse: siehe <a target="_blank" title="Link zu nebelhorn" href="http://nebelhorn.posterous.com/netto-noch-nix-erreicht-vodafone-update" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><a target="_blank" href="http://nebelhorn.posterous.com/netto-noch-nix-erreicht-vodafone-update"><img class="alignnone" src="http://posterous.com/getfile/files.posterous.com/nebelhorn/WR6hicTCvhzcelauO4zhfXAddyc9XM4pqLUyWTmuxKTgJy4cszE0I1OKh8Ud/Bild_13.png.scaled.500.jpg" alt="" width="500" height="202" /></a></p>
 
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		<title>Was Firmen bei Blogs richtig machen können</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 12:19:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vorname Nachname</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Strategisches Bloggen ist doch Quatsch, oder? Lesen Sie mehr dazu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" rel="attachment wp-att-1511" href="http://www.digitalpublic.de/was-firmen-bei-blogs-richtig-machen-konnen/pyramide"><img class="alignleft size-full wp-image-1511" title="pyramide" src="http://www.digitalpublic.de/wp-content/uploads/2009/07/pyramide.jpg" alt="pyramide" width="300" height="300" /></a>Chris Brogan hat Ende Juni <a title="Link zu Strategic Blogging" href="http://www.chrisbrogan.com/strategic-blogging-and-some-tactics-to-nail-it/" target="_blank">dargelegt</a>, wie Firmen Blogs strategisch einsetzen sollten. Anlaß genug, die Aspekte etwas näher zu beleuchten. Denn anders als viele Medienleute es gerne hätten, beginnen mittlerweile auch die über-40jährigen Kunden nach dem Bekanntenkreis Blogs und Soziale Netzwerke zur Produktinformation zu nutzen. Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit. Wer hier nicht auf Transparenz setzt, kann sehr schnell sehr viel Porzellan zerschlagen.</p>
<p>Zunächst geht es um die möglichen Startpunkte und ersten Begründungen, warum ein Blog hilfreich sein kann:</p>
<ul>
<li>
<h3>Kundenbindung und Loyalität</h3>
</li>
</ul>
<p>Hier empfiehlt Brogan, einen Kunden der Woche auszuwählen. Naja, wir kennen ja alle hübschen Fotos bei amerikanischen Ketten, auf denen ein reichlich verkrampfter oder mißmutiger Mitarbeiter Motivation für Kollegen oder gar Kunden(?) ausstrahlen soll. Ob deutsche Kunden ihre Fotos auf den Websites von Firmen sehen wollen, würde ich heftig bezweifeln. Aber der tiefere Sinn von Kundenbindung liegt ja nicht in einer Kundenhitparade sondern in der Kundenzufriedenheit. Insofern kann ein Blog direkt und ohne den Facebook-Umweg ein Werkzeug sein, bei dem Kunden Probleme oder tolle Erlebnisse mit Leistungen einer Firma niederlegen. Beim Durchforsten der Probleme kann man sicher diverse praktikable Ideen finden, und in die Produktentwicklung weiterreichen. Die gute Beispiele, wie Waren den Menschen helfen oder Spaß machen, können wiederum andere Nutzer anregen oder das Marketing befeuern. Achja, wer eine Firma erfolgreich auf einen Herstellungsfehler hingewiesen hat, der tatsächlich zu einer Optimierung beigetragen hat, kann ja gerne in die Hall of Fame der Website aufgenommen werden, mit einem Foto bei dem er oder sie die Prämie in die Kamera hält. Ein Lächeln wird dabei übrigens echt aussehen. Das hat Vorteile, denn Authentizität ist die härteste Währung, die keiner Inflation unterliegt und international gültig ist. Fotos stören selten und erfüllen visuelle Erwartungen. Bitte nicht wahllos einfach in die Stock-DVD schauen und das erste Beste nehmen.</p>
<ul>
<li>
<h3>Produkt/Service Informationen</h3>
</li>
</ul>
<p>Hier empfiehlt Chris Brogan, einige leicht verständliche Anleitungen zu schreiben. Es wäre schön, wenn die Damen und Herren Texter auch mal in Rechnung stellen würden, dass man binnendifferenziert schreibt. Was das ist? Erklären Sie ihrem Texter, dass er einfach <strong>einen</strong> Text für drei Lesergruppen schreibt, mit ansteigender Expertise, vom Unwissenden zum täglichen Nutzer. Man muss nicht immer das Pyramidenprinzip abarbeiten, wie die meisten das im PR-Heimstudium oder der Journalistenschule gelernt haben. Es geht auch leserorientiert und nicht bloß inhaltsorientiert. Geben Sie den Lesern die Chance, Ihre Inhalte weiterzuverbreiten über Links zu Twitter oder andere Social Web Tools wie Social Bookmarking etc. pp. So ein bißchen Vernetzung schadet selten, Vernetzung durch potentielle oder zufriedene Kunden noch weniger&#8230;</p>
<ul>
<li>
<h3>Adressen generieren</h3>
</li>
</ul>
<p>Brogan möchte, dass Sie Blogeinträge schreiben, die die Leute dazu veranlassen, sich zu registrieren mit Klarnamen und Adresse. Das ist sicher ein edles Vorhaben aus Sicht der Vertriebsmannschaft, geht aber im Kern an der Idee Social Media vorbei. Wie wäre es, sich etwas zu überlegen, das die Menschen animiert mitzumachen und sich selbst einzubringen. Dann kommen die Adressen auch irgendwann, aber noch wichtiger ist, dass die Menschen hinter den Adressen Spaß, Hilfe, Ernst genommen werden oder ähnliches erleben. Manchmal ist es bedeutend wertvoller, den Kunden ihre Privatsphäre zu lassen. Dort kann man auch ungestört konsumieren, ohne anderen die Adresse mitzuteilen. Außer sie machen auf der Website einen Online-Shop. Aber das ist was anderes. Dann müssen sie Communitybuilding betreiben, was eine etwas andere Baustelle ist.</p>
<ul>
<li>
<h3>Organic Keyword Marketing Assistance (SEO/SEM)</h3>
</li>
</ul>
<p>Das übersetze ich jetzt mal nicht. Es ist einfacher als es sich liest, wenn man a. gute Inhalte hat, die hilfreich und interessant sind und b. einen Texter hat, der zu spezifischen Themen strukturierte Texte verfasst. Welche Themen das sind, bestimmt die Produktpalette. Welche Struktur der Text haben soll, wird bestimmt durch die Schlüsselbegriffe, mit denen man bei Google und Konsorten gefunden werden soll.</p>
<ul>
<li>
<h3>Entertainment</h3>
</li>
</ul>
<p>Unterhaltung soll die positive Einstellung der Website-Besucher unterstützen und fördern. Spaß kann aber auch einfach Spaß machen. Selbstzweck ist nicht verboten. Viel schöner finde ich es, die Blogbesucher anzuregen den besten Film oder besten Podcast zu einem Thema einzureichen und dann alle Nutzer abstimmen zu lassen, wer gewonnen hat. Überhaupt stelle ich fest, dass mir die Tips vom kleinen Bruder des Übervaters des Online-Marketing (der große Bruder ist Seth Godin) viel zu passiv und langweilig sind. Mann kann auf diese Weise das Blog sehr gut mit Facebook oder Youtube-Profilen vernetzen.</p>
<ul>
<li>
<h3>Aufmerksamkeit</h3>
</li>
</ul>
<p>Aufmerksamkeit kann nicht schaden. Ob man unbedingt soviel Aufmerksamkeit wie Frau Spears oder Madonna Ciccione haben muss, wage ich zu bezweifeln. Auch Brogan hängt das Thema etwas tiefer und fordert uns auf, regelmäßig verschiedene Aspekte und Themenbereiche abzudecken, um viele Leser zu binden. Also, morgen schreibe ich dann besser eine Fimkritik zu Transformers 2 oder Ice Age 3, damit hier auch mal mehr lesen&#8230;?</p>
<ul>
<li>
<h3>Meinungsführerschaft</h3>
</li>
</ul>
<p>Meinungsführerschaft. Dazu braucht man eigene Gedanken. Dies ist aus meiner Sicht der Schlüssel, um ein Corporate Blog erfolgreich einzusetzen. Sie brauchen eine oder mehrere Personen, die wirklich etwas zu sagen haben. Das Niederschreiben kann ja eine Agentur oder ein Freier Autor übernehmen (in aller Unbescheidenheit und an die Adresse eventuell prekärer, aber talentierter Blogger die hier mitlesen, kann ich sagen, dass man damit gutes Geld verdienen kann), aber das Denken sollte hauptsächlich in der Firma verbleiben. Denn Inhalte, die außerhalb einer Imagestrategie oder eines Firmenprofils schlicht die Aufmerksamkeit ziehen sollen, sind genauso schädlich wie langweilige Artikel. Beachten Sie besonders die Kommentare und den Dialog über die Kommentarfunktion.</p>
<ul>
<li>
<h3>Bekanntmachungen</h3>
</li>
</ul>
<p>Brogan möchte so ein Blog als besseres Mittel zum Verteilen von Pressemitteilungen eingesetzt wissen. Hier möchte ich darauf hinweisen, dass sicher sehr schlau ist, dies zu unterlassen. Es sei denn, man hat eine derart gute PR- und Marketingarbeit, dass man schon dialogisch arbeitet, was ich für 96% der deutschen Firmen verneinen würde. Es ist nicht nur der Ton, der ganz anders ist. Es ist nicht nur das Ziel das zumeist ganz anders ist. Es ist das wahllose Verbreiten von Inhalten in alle Richtungen ohne Ansehen der Lesererwartungen, das mich hier stört. Man kann den Inhalt der PI auch in einem Blog verbreiten, nicht aber die PI selbst. Das ist Quatsch.</p>
 
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		<title>Social Media Marketing: &#8220;Ich würde Geld bezahlen, nur damit ich keine Werbung kriege!&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 09:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vorname Nachname</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was ist eigentlich sinnvoll und zielführend bei Sozialen Netzwerken, wenn man aus der PR- oder Marketingperspektive schaut?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="tbReply"> </dl>
<p>Auf der Web2Expo in San Francisco gab es ein Jahrhunderttreffen der Elefanten von <a target="_blank" href="http://www.web-strategist.com/blog">Jeremiah Owyang</a>, <a target="_blank" href="http://www.beingpeterkim.com/">Peter Kim</a> und <a target="_blank" href="http://www.altimetergroup.com/">Charlene Li</a> . Das Thema war</p>
<h2>Why social media marketing fails</h2>
<p>Das Problem ist virulent. Denn viele soziale Netzwerke basieren auf den vielen kleinen und großen Geschichten, die sich die Menschen täglich mitteilen, oft über hunderte oder tausende Kilometer hinweg, oder eben nur von einem Ort zum anderen. Wie in einem kleinen <a target="_blank" title="Link zur International Herald Tribune" href="http://www.nytimes.com/2009/03/27/world/asia/27iht-letter.html?_r=1&amp;scp=1&amp;sq=Behind%20facebook%27s%20success%20village&amp;st=cse" target="_blank">indischen Dorf</a>, wo jeder alles mitbekommt, was seine Nachbarn sich gegenseitig an Lieblichkeiten oder Vorwürfen an den Kopf werfen, so ntsteht auch in sozialen Netzwerken der Zusammenhalt und die Gemeinschaft am besten über den Austausch von Alltäglichkeiten. Die vermeintlichen Experten und Mediengurus rümpfen darüber die Nase, ohne zu wissen, dass sie damit das Beste und Wichtigste einer Gemeinschaft abtun: den alltäglichen Kontakt.</p>
<p class="r">
<div id="attachment_1229" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1229" href="http://www.digitalpublic.de/social-media-marketing-ich-wurde-geld-bezahlen-nur-damit-ich-keine-werbung-kriege/charlene-li"><img class="size-medium wp-image-1229" title="charlene-li" src="http://www.digitalpublic.de/wp-content/uploads/2009/04/charlene-li-300x199.jpg" alt="Photo by Andrew Yeung  www.thelettertwo.com" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Photo by Kenneth Yeung  www.thelettertwo.com</p></div>
<p>Wie also sollte man nun in dieser Umgebung Marketing machen? Nun die großen Tiere dieser Konferenz haben das gesamte Thema mißverstanden und sehen unter dieser Überschrift die Aufgabe, in Firmen die Idee von Social Media zu befördern als die Aufgabe des Social Media Marketing an. Und es dauerte folgerichtig auch nicht lange, bis der Web 2.0 Evangelist Owyang den obligatorischen Gemeinplatz feststellte, dass sich die zentralen Maßnahmen um einen kulturellen Wandel drehen müssten. Und Li, eine der Autoren des Bestsellers<span class="l"><em> Groundswell</em>: How People With Social Technologies Are Changing, fällt direkt in den tausendmal gesungenen Kanon ein, dass es hier um das Experimentieren ginge und die Großkopferten, sprich das Management, voran gehen sollten. Sie sprachen glatt so, als würde es all die Bücher von Shirky, Weinberger, Jarvis nicht geben, so als gäbe es nicht die guten Erfahrungen mit dem Ändern von Hierarchien und Verantwortung. Nein, es werden die ganz dicken Bretter der Unternehmenskultur gebohrt, die oft über Jahrzehnte nicht mal von neuen Geschäftsleitungen geändert werden konnten.</span></p>
<h3 class="r"><span class="l">Übrigens: das Thema war Social Media Marketing!</span></h3>
<p class="r"><em>Social media usage by individuals has gone mainstream. Brands are rushing to keep up with consumer behavior and consequently hundreds of companies around the world have launched social media marketing initiatives&#8230;.</em></p>
<p class="r">So war die Einleitung. Nach den ersten 15 Minuten ging ich, weil ich den ganzen Sermon schon 236 Mal gehört hatte, allerdings unter dem Begriff <em>Maßnahmen, um erfolgreiche Enterprise 2.0 Projekte umzusetzen</em>. So sprachen sie also gepflegt um den heißen Brei.</p>
<p class="r">Ich hätte wohl nicht so schnell gehen sollen. Wie ich <a target="_blank" title="Link zu Ziff-Davis" href="http://blogs.zdnet.com/feeds/?p=887" target="_blank">hier</a> las, kamen sie dann doch noch einige Minuten auf den Punkt, als Li erklärte, dass viele Firmen einen großen Fehler begehen, wenn sie glauben, dass man Social Media Marketing als Kampagne durchführen sollte. Sie betonte, dass solche Maßnahmen nur auf lange Sicht und mit einer langfristigen Strategie funktionieren würden. Eigentlich müsste ich ihr zustimmen. Aber aus langer praktischer Erfahrung weiß ich, dass meine Konzeptionen mit mittel- und langfristigem Fokus nie gut verkauft oder erwünscht sind. Immer, wenn ich aber kurze Ein-Jahres-Pläne vorgelegt habe, erlebte ich viele Kunden, die dann gerne noch zusätzlich zuhörten, wenn es um den langfristigen Markenaufbau oder Imagegewinn ging.</p>
<p class="r">Aber nur, wenn es vorher schnelle und durchorganisierte Maßnahmen für überschaubare Zeiträume gab. Kein Marketingplan umfasste Jahre; solche breiten Monitore stehen in keiner Marketingabteilung, dass eine Exceldatei bis ins Unendliche nach rechts reicht. Das ist sicher ein Grund, warum bisher viele Maßnahmen rund um Communitybuilding und Social Media Marketing im Sande verliefen. Nach ein paar Monaten wurde der Erfolg gemessen. Der war aber noch der kurzen Zeit kaum qualifizierbar. Also weg mit dem Web 2.0 Mist.</p>
<h3 class="r">Ist PR eine Maßnahme des Social Media Marketing?</h3>
<p class="r">Insgesamt war ich sehr ernüchtert von Li, vor allem, als sie erwähnte, dass Public Relations eine Marketingmaßnahme sei wie Werbung. Das erklärt vieles an der amerikanischen Pressearbeit, ist aus meiner Perspektive jedoch eine fahrlässige Komplexitätsreduktion, wenn es um Brand Management, Employer Branding und vor allem den Ruf einer Firma geht. Wir alle kennen die vielen negativen Beispiele in denen Pressearbeit entweder zum Terrier der Geschäftsleitung abgerichtet wird oder aber hübsche nichtssagende Artikel in hübsche nichtssagende Fachmagazine absondert. So verwundert es auch nicht, dass ein geharnischter Kommentar von <cite>ThePrairiePrankster</cite> auf den oben verlinkten Artikel auf dem Ziff-Davis-Net von Jennifer Leggio folgte, denn ich aufgrund seiner Repräsentationskraft hier einfach mal zitiere:</p>
<blockquote>
<h3>Why do the marketeers think we want a relationship with them?</h3>
<dl class="tbReply">
<dt></dt>
<dd>Social media can be different things to different people. Facebook is a type of social media, but is not the only venue for social interaction. The key word is social. No one I know who has/had a MySpace or Facebook did so to be a marketing target. They were interested in social interactions with existing and potential friends. I joined LinkedIn to develop my business network, not to have a relationship with some company that wants to sell me stuff. I would prefer to pay a small fee than to be bombarded with useless and unwanted solicitations from marketing depts. I do not care if my friend bought something on Amazon or eBay or where ever. I don&#8217;t have any interest in setting up another conduit of crap I have to wade through. Please stop the idiocy and let social networks be social. If they can support themselves through a small fee so be it. If not, then their value is nothing and they deserve to die.</p>
</dd>
</dl>
</blockquote>
<p>Ich finde, dieser Kommentar fasst aus Nutzersicht alles Wesentliche zum Marketing in Social Media zusammen, was zu sagen wäre. Nur äußern sich Nutzer selten so ignorieren Werbemaßnahmen so weit es geht, denn sie suchen ja den alltäglichen Kontakt, also Beziehungen zu realen Bekannten oder bei Twitter den den Kontakt zu erwünschten Bekannten, aber eben keine Beziehung zu Firmen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1243" href="http://www.digitalpublic.de/social-media-marketing-ich-wurde-geld-bezahlen-nur-damit-ich-keine-werbung-kriege/you"><img class="alignright size-full wp-image-1243" title="you" src="http://www.digitalpublic.de/wp-content/uploads/2009/04/you.jpg" alt="you" width="164" height="210" /></a>Es gibt natürlich Maßnahmen, die man aus dem Werbetopf bezahlen kann, die in Sozialen Netzwerken und Blogs stattfinden: Das ist die Vermittlung wertvoller Informationen. Die Hilfe gegenüber Kunden, die sich auf Fanseiten bei facebook oder sonstwo an die Firmen wenden, weil sie Hilfe brauchen. Diskussionsforen in Netzwerken, die Themen rund um Produkte oder Firmen diskutieren. Ob das nun offen mit Firmenname oder verborgen passiert, ist zunächst egal, solange es dort einen echten Mehrwert und menschlichen Austausch gibt. Das bedeutet, dass auf Fragen geantwortet wird, auch wenn sie unangenehm sind. Wie war noch der schönste Satz der re:publica, die ich leider nur nachts in wenigen Mosaikstücken über eine völlig debile Streamingleitung teilweise mitbekam. <strong><em>Nun sind alle Journalisten.</em></strong> Das eben ist der Punkt! Wenn man Social Media zuende denkt, dann muss die beste Form der Öffentlichkeitsarbeit gerade gut genug sein, um all diese Journalisten möglichst zufrieden zu stellen. Ein Social Newsroom mit lustigen und hippen Videos auf Youtube mag dazu beitragen. Der Kern liegt aber im Kontakt auf Augenhöhe.</p>
<p>Holger Nauheimer, der offenbar auch mehr Sitzfleisch und Geduld hatte als ich, hat in seinem <a target="_blank" title="Link zu Holger Nauheimer" href="http://www.change-management-blog.com/2009/04/introduction-of-social-media-in.html" target="_blank">Blog</a> noch einen denkwürdigen Satz von Charlene Li zitiert, offenbar ist auch dort klar, dass es sich um menschliche Beziehungen handelt:</p>
<p><em><span id="msgtxt1432111842" class="msgtxt en">Social media isn&#8217;t about technology. It&#8217;s about relationship</span><span id="msgtxt1432111842" class="msgtxt en">s.</span></em></p>
<p><span class="msgtxt en">Ja, liebe Kinder und Kinderinnen. Was mag sich hinter diesem Vorhang <em>Relationships</em> befinden? Ex negativo sind es keine Sinusmillieus, es sind auch keine Zielgruppen. Sie werden Menschen genannt und sind so ziemlich genau solche Typen, wie sie jeder Marketingmensch in seiner Familie, Im Mietshaus, im Fitnesscenter oder beim Bäcker treffen kann. Aber all das stand ja auch schon 1998 im cluetrain manifesto.<br />
</span></p>
<p><span class="msgtxt en">Wer immer noch nicht weiß, wie man mit Social Media Geld verdienen kann, der sollte einfach SEHR aufmerksam diesen <a target="_blank" title="Link zur Huffington Post" href="http://www.huffingtonpost.com/steve-rosenbaum/5-companies-that-are-re-i_b_171998.html" target="_blank">Artikel</a> lesen und allen Links folgen, die sich im Text befinden!<br />
</span></p>
 
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</ul>

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		<title>Facebook will an die Börse und feuert deswegen Finanzchef</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 20:18:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Irgendwas Grundlegendes läuft schief beim failbook, aber was?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-699" href="http://www.digitalpublic.de/facebook-wird-endgultig-zur-fratze/facebook-austritt"><img class="alignleft size-medium wp-image-699" title="facebook-austritt" src="http://www.digitalpublic.de/wp-content/uploads/2009/02/facebook-austritt-300x206.png" alt="facebook-austritt" width="300" height="206" /></a>Die Ereignisse bei Facebook überschlagen sich. Der Brain Drain hält an. Gideon Yu, CFO bei facebook wird gegangen.</p>
<p>Die Begründung ist noch sensationeller: Man will an die Börse. Ich denke, dass er wusste, dass dies der denkbar schlechteste Zeitpunkt dafür ist. Aber wenn der obere Manitou so entscheiden hat, dann müssen Bedenkenträger wohl ihren Hut nehmen &#8211; auch dann, wenn sie dafür verantwortlich sind, dass es facebook noch immer gibt.</p>
<p>Angesichts der gestern beschriebenen sehr schlechten Finanzausstattung des sozialen Netzwerks tönt man heute gegenüber <a target="_blank" title="Link zu techcrunch" href="http://www.techcrunch.com/2009/03/31/confirmed-facebook-loses-cfo-gideon-yu/" target="_blank">techcrunch</a> mit der ganz großen Schalmei:</p>
<p><em>Facebook confirms that CFO Gideon Yu will be leaving the company. Gideon has played an important role in helping us achieve our financial success, building a strong finance team and establishing the core financial operations of our company. We are grateful to Gideon for his contributions to Facebook and what we are trying to accomplish. Despite the poor economic climate,<strong> we are pleased that our financial performance is strong</strong> <strong>[<a title="Link zu Konsolidierung der Sozialen Netzwerke" href="http://www.digitalpublic.de/konsolidierung-soziale-netzwerke-in-usa-und-europa-haben-probleme" target="_blank">sic!</a>]</strong> and we are well positioned for the next stage of our growth. We have retained Spencer Stuart to lead our search for a new CFO and will be looking for someone with public company experience.</em></p>
<p>Kaum zu glauben, aber wahr. gestern noch ein 100 Millionen Loch und heute ist alles in Butter. Es wird eng in Palo Alto. Naja, dann heißt facebook eben bald MSbook, ist ja auch nicht schlimm. Mal sehen, ob die Jungs und Mädels um Zuckerberg noch genug Geld haben, um sich aufzuhübschen und die Fassade zu streichen.</p>
 
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		<title>Kommunikation 2.1: Social Newsroom &#8211; und gut is?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 08:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vorname Nachname</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kann die PR Branche überleben dank Social Media Newsroom oder geht das Abendland jetzt doch unter?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-894" href="http://www.digitalpublic.de/spiegelonline-mediendebatte-konrad-lischka-web20-social-media/zukunft"><img class="alignleft size-full wp-image-894" title="zukunft" src="http://www.digitalpublic.de/wp-content/uploads/2009/02/zukunft.jpg" alt="zukunft" width="300" height="200" /></a>Ein lustige Geschichte trägt sich zu dieser Tage. PR Menschen sehen das nahende Ende Ihrer Zunft, denn Firmen finden den direkten Draht zum Markt per Web. Und auch Obama verschickt seine Grußbotschaften jetzt ohne Diplomaten direkt per Video.</p>
<p>Was die Guerilla kann, das können wir schon lange, denken sich die Firmen und entdecken ein bisher unbekanntes Wesen: den Kunden. So wie Privatbanken urplötzlich feststellen, dass die Billionen Euro der Sparbücher gar nicht so ganz schlecht aussehen neben den paar Hundert Millionen Private Equity Kapital. Genauso stellen Firmen fest, dass man im Markt Menschen vor sich hat, die vielleicht mehr können als das Portemonnaie zu öffnen. Sie sind offenbar in der Lage zu hören und zu sehen, die können sogar selber etwas sagen, aufschreiben oder gar filmen. Sozusagen Kommunikation 2.0.</p>
<p>Oder wie es ein lustiger Politikprofessor namens Karl-Rudolf Korte auf dem Abschlusspanel der Mainzer Tagen der Fernsehkritk sagte: interpersonale Kommunikation. Als ich dieses Wort hörte, bekam ich einen zweiminütigen Lachkrampf. Er meinte das mit vollem Ernst. Im Web gebe es eine ganz besondere Qualität, nämlich interpersonale Kommunikation der Politik und der Parteien mit dem Wähler. Also ein Medium mit Rückkanal. Oder wie ganz steinalte Menschen sagen: interaktiv. Irre dieses Web, einfach echt tofte. Wenn der stupend kluge Professor mithilfe des Webs entdeckte, dass es Kommunikation neuerdings sogar zwischen den Menschen gibt, dann kann das Teufelszeug so schlecht nicht sein.</p>
<h2>Das Sinusmillieu versinkt im Cotangens</h2>
<p>Früher waren Heerscharen an Beratern über die knifflige Aufgabe vertieft, welches Sinusmllieu zu welchem Produkt passt. Heute hat ein Produkt eine Facebook-Seite und schon klappt es mit dem direkten Feedback. Jahrzehnte der Marketingwissenschaften sind zum Teufel. Denn der direkte Kontakt ohne vermittelnde Experten als Mittelsmänner und -frauen hat Vorteile. Man bekommt direkte und ehrliche Meinungen zum Nutzen und zur Qualität der eigenen Produkte für lau. Keine Millionen mehr in Studien und Tests und Marktforschung in den Sand gesetzt. Das Web zeigt es denen, die da sehen können. Aber wer hat schon die Augen dazu? Das kommt ihnen bekannt vor? Haben Sie alles schon im cluetrain manifesto vor zehn Jahren gelesen?</p>
<p>Ja, liebe Kinder und Kinderinnen. Jetzt zeige ich Euch etwas ganz Neues. Denn wer Marketing für ganz kleines Geld in sozialen Netzwerken macht, ist fast hip. Wer First Level Support über Twitter macht, der (ups Tschuldigung, das machen nur amerikanische Firmen, kommt hier erst nächstes Jahr). Also, wer heute das tun will, was letztes Jahr in USA der dernier cri in der Kommunkationswelt war, der macht einen Social Newsroom.</p>
<h2>Social Newsroom ist Web 2.0 für fast Kluge</h2>
<p>Lustige Leute laufen jetzt umher und erklären dem staunenden Publikum das mit Web 2.0 alles besser wird. Denn früher posaunte man einfach mit einer  Pressemitteilung per E-Mail-Verteiler oder via kostenpflichtigen Verteilerdiensten alles in die Welt. Und wenn die Inhalte in den 1001 Datengräbern im Netz fest gespeichert waren, wurden die Kassen der Clippingdienste voll und die Minen der Vertriebsleute trüb, weil das 1001fache Speichern der Presseinformationen gar keinen Nutzen hatte, weil nur spannende oder aktuelle Inhalte im Web herumgereicht werden. Das sagen aber die tollen Web 2.0 SocialNewsroom-Berater keinem. Weil, mehr und tollere Dateiformate machen aus einer neuen trendigen Form der Wasserflasche der Marke XYZ keine spannende Nachricht. Auch wenn das coole Video der Werbefirma auf Youtube sechs Kommentare hat und die zehn Statusmeldungen auf Facebook dazu einen Erfolg suggerieren.</p>
<p>Haben Sie es gemerkt. Ich habe eine ungeheure Sache beschrieben: Im Dritten Jahrtausend werden Inhalte herumgereicht? Nein, nicht wirklich herum gereicht; sie werden empfohlen von anderen mit einem Link dazu. Ist alles immer noch Hypertext wie vor zehn Jahren. Aber es gibt jetzt Mundpropaganda im Web. Das finden Marketeers spannend. Das mit der Datenübertragung per Freundschaftsnetz. Darüber hat ein Amerikaner namens Emanuel Rosen vor neun Jahren sogar einen mittlerweile mehrteiligen Bestseller geschrieben. <a title="Interview 1. Teil" href="http://www.digitalpublic.de/interview-emanuel-rosen-vater-viralen-marketing-guy-kawasaki-buzz-word-of-mouth" target="_blank">Hier</a> und <a title="Interview 2. Teil" href="http://www.digitalpublic.de/emanuel-rosen-kunst-viral-marketing-7-tips-websitemarketing-online" target="_blank">hier</a> ist ein Interview auf diesem Blog mit ihm.</p>
<h2>Social Media &#8211; ist das dieses Dings mit dem Bewerten?</h2>
<p>Zurück zum Thema. Social Media ist, wenn einer Sachen schreibt ohne Rücksicht auf Verluste und andere das lesenwert finden und ihn oder sie mit ermutigenden Kommentaren oder beißender Kritik anspornen weiterzumachen. Psychologen erklären das mit intrinsischer Motivation. Was das ist? Wenn man etwas macht, das in sich selbst Lohn genug ist, weil man einfach im Machen die Umwelt vergisst. Flow heißt der neue Begriff, der den eigentlichen Gedanken nur sehr reduziert wiedergibt. Heute schreibt man also selbst. Ob so ultraspießig lange Artikel wie ich hier oder eben was Schnelles.</p>
<p>Lustige Zeitgenossen verachten sogar ein Werkzeug, das in Hinsicht auf die virale Verbreitung von Inhalten mit Links (Hypertext) allen anderen davon läuft: Twitter. Sie finden es geschmacklos und dumm, wenn Menschen, die sich kennen in Echtzeit ihre Webquellen austauschen, Tipps verteilen oder einfach nur das tun, was im Web immer fehlte, mal eben soziale Kontakte pflegen.</p>
<h2>Ist jetzt echt ganz klar der Trend. Brauchen wir sofort!</h2>
<p>Deswegen schreiben auch ganz tolle Berater zu ihrem allerallerneuesten Kommunikationstrend Social Newsroom, dass man Videos, Podcasts neben den üblichen Presseinformationen plus schicke kostenlose (hochaufgelöste?) Fotos einstellt. Und dann bringt die Kommentar oder Bewertungsfunktion den armen Webserver derart zum Rauchen, dass der PR-Chef einfach sofort Vorstandsprecher wird. Fast. Nur ein kleines unbeugsame Dorf scheint sich dem neuen Trend zu widersetzen. Die neu erstarkten Kunden. Die neu entdeckten Kunden. Die Melkkühe der sozialen Marktwirtschaft. Sie zahlen Steuern, damit davon Firmen saniert werden, die ihnen hohe Kontogebühren und überteuerte Produkte mit kurzer Halbwertszeit verkaufen müssen. Unter dem Diktat des Profits. Elende Diktatur des Prekariats. Wollen immer neue Produkte die armen Hunde.</p>
<p>Und damit die Kunden diese Dinge lieben, bewerten sie jetzt die Pressinfos und Produktnachrichten der Firmen? Oder sollen die Journalisten etwa die PIs kommentieren und bewerten. Das erscheint ähnlich profressionell wie der hübsche Satz unter manchen Pressemitteilungen: &#8220;Bei Abdruck wird um ein Belegexpemplar gebeten. Bitte senden an: First Class PR Bombast, Coole-Idee-Allee 9, 12345 Meeresgrund.</p>
<p>Lesen Sie auch demnächst wieder rein, wenn Sie wissen wollen, ob Dr. Bob den armen Patienten erfolgreich wiederbelebt&#8230;</p>
<p>Ey, PR-Experte, komm doch mal klar auf dein Leben, oder meinste awareness rulez?! Nee, ich mach jetzt ein Seminar über interpersonale Kommunikation bei McKinsey; das kostet nur 12.000 € für vier Tage und danach bin ich 32° Social News Acolyt &amp; Nepp 2.0 Evangelist.</p>
 
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