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"Zur ganzen Wahrheit gehören zwei – einer, der sie sagt und einer, der sie versteht." Henry David Thoreau

Social Media Marketing: Wer haben will, der muss auch geben

Jetzt stürzen sich alle auf Social Media. Denn viele Kunden kehren dem Fernsehen, der Zeitung und sogar den klassischen Verlagswebsites den Rücken zu und lesen lieber Blogs oder tummeln sich in Netzwerken wie facebook oder bei Xing. Aber wie kann man die Menschen dort erreichen? Ein paar gute und ein paar falsche Wege habe ich unten aufgelistet:

doggyWie mache ich es falsch:

Ich tue so als ob

Wer als Firma ein Blog für ein Produkt eröffnet und so tut, als ob ein unabhägiger Fan die Website betreibt, sollte es gleich sein lassen. Marketingabteilungen oder deren Berater, die so etwas tun, müssen noch ein bißschen erwachsener werden. Das ist Werbung aus dem 2. Jahrtausend. Sony musste das mit seinem PSP Blog bitter lernen.

Nicht zuhören

Wie soll man etwas von Kunden erfahren, wenn man nur Nachrichten und Infos raus trompetet. Wer das Zuhören nicht lernt, der hat die gesamt Idee von Social Media nicht kapiert. Es ist also sinnvoll, sich Tools zu besorgen, die Bewertungen und Meinungen aus dem Web zu Marken und Produkten zusammentragen.

Ungeschriebene Gesetze

Wer sich als Firma in Soziale Netzwerke begibt, sollte zunächst nur beobachten, was dort passiert und was die offiziellen und inoffiziellen Regeln für ein Verhalten zur Folge haben. Das beginnt bei der Sprache und endet beim Umgang mit persönlichen Daten. Erst zuhören, dann mitmachen (s.o).

Penetrant sein

Manch Firmen versuchen einfach, ihre normalen Marketinginhalte über Soziale Netzwerke oder Blogs zu verteilen und wundern sich, warum die Resonanz gegen null geht. Da ist dann die neue Art im Netz zu kommunizieren einfach ein weiterer Kanal, der mit Produktinfos vollgestopft wird. Ganz schlimm wird es, wenn direkte Verkaufsangebote verbreitet werden, und zwar mitten zwischen Nachrichten wie: ” wie war der neue Bond?”- “Hatte gestern keine Zeit für Kino, Tina war erkältet und ich habe mich um sie gekümmert”.

Auf allen Hochzeiten tanzen

Ein großer Fehler besteht auch darin, eine Seite auf Facebook einzurichten, ein Blog zum Produkt zu eröffnen, ein Projekt bei ning zu beginnen und eine Seite bei myspace zu starten. Da landen dann im besten Fall überall dieselben Nachrichten. Richtig gelesen: Im besten Fall, denn noch schlimmer ist es, wenn überall unterschiedliche und widersprüchliche Inhalte stehen. Konzentration ist das Zauberwort. Nicht alle nutzen alle Sozialen Netze.  Man sollte sich umsehen und festlegen auf maximal zwei Möglichkeiten, angepasst an die angestrebte Zielgruppe.

Wie mach ich es richtig?

Gehe planvoll vor und nicht taktisch

Erstelle eine Roadmap: Zielgrupp(en), Ziele, Wege zum Ziel, Werkzeuge, Messwerkzeuge (Kontrolle)

Gib, um zu bekommen

Erfolgreiche Social Media Marketingmaßnahmen beinhalten das Zuhören und die Beteiligung. Letzteres basiert auf dem Gedanken, erst etwas zu geben und erst dann etwas zu erhalten. Das ist kein Vertrieb im klassischen Sinne, aber man kann damit den Umsatz steigern.

Feste Vorgaben für Ressourcen und Zeitaufwand

Gib vor, wie groß der Zeitaufwand sein soll und wer was wann tun soll. Die Zeit des Herumexperimentierens sollte  nach einer orientierenden Anfangsphase schnell vorbei sein. Ein Community Manager kann sich fest darum kümmern. Ein Monitoring kann mit Tools durchgeführt werden. Wichtig ist das permanente Beobachten über Zeiträume und nicht mal eben zwischendurch für ein paar Tage.

Sei offen und ehrlich

Erkläre, dass Du eine Firma bist und warum Du dies tust, aber bleibe Mensch. Folgende ist klar und nicht aufdringlich: ” Die Marke N hat eine Facebook Seite erstellt, um allen Nutzern und Interessierten das Thema nahezubringen und bei Problemen zu helfen”. Und bestelle ruhig mal einen virtuellen Kaffee für einen Besucher…

Du hast keine Kontrolle!

Du kannst die Inhalte im Social Media nicht steuern. Wenn die Infos einmal im Netzwerk sind, dann kann damit alles Mögliche passieren – auch völlige Ignoranz kann einem begegnen. Aber es ist schon besser, Inhalte zu liefern, mit denen kreative Köpfe etwas anfangen können. Coole virtuelle Badges, oder ein eigenes vitruelles Getränk oder Videoschnipsel, oder freigestellte Produktfotos mit transparentem Hintergund oder einfach etwas ganz Neues zum Herumexperimentieren. Die Königsklasse ist das Anstoßen neuer Ideen und Inhalte die Nutzer auf der Grundlage Deiner Vorarbeit erstellen…

Feedback und Beteiligung sind Deine Freunde

Der Kontakt mit den Kunden in Sozialen Netzen kann kaum überschätzt werden. Man erfährt eine Menge über das Produkt und seine Eigenschaften und ob und wieso es geliebt oder gehasst wird, und was man gegebenenfalls ändern kann. Kein Kunde ist so überzeugt von einer Firma, wie derjenige auf dessen Grundlage eine Änderung eingeführt wurde oder der schlicht Hilfe bei einem Problem erfahren hat.

Social Media Marketing ist eher Public Relations als Directmarketing

Man kann nicht eine Maßnahme A im Social Media Marketing direkt auf die Auswirkung B hin zwingen. Das ist wieder 2. Jahrtausend. Steinzeit. Es geht hier mehr um langfristige Kontakte und ein Ohr für die Wünsche der Leute. Marktforschung war noch nie so effektiv und günstig. Und es hilft sowohl den Kunden wie auch den Firmen, denn beide treten auf Augenhöhe in Kontakt.

Freie Übersetzung dieses Blogposts von toprankblog.

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Folgende Schlagwörter: Online-Marketing, Online-PR, Social Media

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