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"Zur ganzen Wahrheit gehören zwei – einer, der sie sagt und einer, der sie versteht." Henry David Thoreau

Social Media Management System

Eigentlich widerspricht das Broadcastmodell der Idee von Social Media, dass man einfach eine Nachricht in 1000 Kanäle bläst. Eigentlich widerspricht der Ansatz von social media überhaupt dem aktiven Verteilen einzelner Botschaften an viele, denn die Nutzer sollen selbst dafür sorgen, dass sie das Verteilen übernehmen. Das tun sie natürlich nur, wenn sie den Inhalt verteilenswert finden. Aber die Marketeers wären nicht auf der Welt, wenn es nicht für alles ein Werkzeug gäbe, und so haben sie die Social Media Management Systems ins Leben gerufen. Jeremiah Owyang (Altimeter Group) stellte sie am Freitag auf seiner Seite vor; einige Bekannte sind da vertreten aber auch neue Player.

Hier seine kleine Liste:

Liste der Social Media Management Systems (SMMS)

  • Social Marketing Hub (Awareness Networks) bereits großer Player im Geschäft, der eigene Tools für  Facebook, youtube, flickr und Twitter anbietet
  • CoTweet (Exact Target) ist das Tool, was fast alle PR-Agenturen nutzen, die für mehrere Kunden twittern bzw. alle tweets in deren Namen auswerten
  • Distributed Engagement Channel (DEC ) Content publizieren, tracken und beobachten und Performanceberichte
  • KeenKong Natural Language Processing für twitter und facebook – cool aber nur für englischsprachige Länder sinnvoll.
  • MediaFunnel Facebook und Twitter werden über verschiedene Rollen und Workflows bedient und überwacht.
  • Objective Marketer Diese hier sind mit Social Media Kampagnen und deren Überwachung dick im Geschäft. Was Kamagnen im Social Media bEreich sollen ist mir schleierhaft…
  • SocialTalk Twitter, Facebook, WordPress und MoveableType werden hier bespielt und überwacht – wieder mit Workflow und diversen Planungs/Kontroll-Tools
  • SpredFast Noch einer mit  Collaborative Campaign Management und Planungs/Kontroll-Tools für den social stream
  • Sprinklr Owyang hebt hervor, dass deren Website empfiehlt, die Tools zunächst zum Zuhören (Beobachten) einzusetzen und dann erst zum Verteilen. Klingt irgendwie…na…1000-Mal-gehört, ja das war’s
  • Vitrue: Diese hier können auch mit Facebook und Twitter und haben Planungstools UND können sogar mehrere Seiten bei Facebook bespielen, indem sie sie verbinden…

Ich werde das Ganze weiter beobachten. Es scheint schon jetzt der eigentliche Gedanke des uralten cluetrain in Klump gehauen zu sein. Ein Glück, dass es noch Gonzo Marketing gibt, aber wer hat das schon gelesen. Also wird nun die Social Media Trommel malträtiert bis das Fell reißt oder die Stöcker zerbrechen. Ich gestehe, dass ich es kaum erwarten kann, bis die Karawane weiter gezogen ist…

Crosspost von blogpiloten.de

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2 Kommentare

  1. Ich würde mich freuen, wenn das diejenigen wüssten, die dauernd von Social Media Kampagnen sprechen, schreiben und dafür sogar Tools anbieten. Insgesamt ist der Satz “content is king” jedoch falsch aus meiner Sicht und keine unzulässige Verkürzung sondern fachlich falsch. Der Abstieg von gehaltreichen Texten zu schlichtem Inhalt und nun zu content ist keineswegs eine gute Entwicklung…

  2. Glücklicherweise erfordern ja die neuen, sozialen Medien das der Nutzer / Empfänger selbst entscheidet, wem er folgt bzw. wessen Nachrichten er erhält. Man wird also sehr schnell feststellen, das das althergebrachte “Broadcasting” in der Form vermutlich nicht mehr gewünscht ist, da es dann nur mit Zustimmung des Empfänger stattfinden wird. Es wird künftig wesentlich stärker als bisher auf die Inhalte ankommen.

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