header
"Zur ganzen Wahrheit gehören zwei – einer, der sie sagt und einer, der sie versteht." Henry David Thoreau

Milliardär sucht das SuperStart-up per Open-Source Jury

Marc Cuban ist Milliardär. Genauer gesagt ein Serial Entrepreneur aus der alten Computerwelt, der zum Webilliardär wurde. Zuerst verkaufte er 1990 seine Firma MicroSolutions an CompuServe für schlappe 6 Millionen Dollar. Dann kam er auf die Idee, Sportevents und Großveranstaltungen im Web zu übertragen auf broadcast.com. Diese Firma verkaufte er 1999 für 5,7 Milliarden an Yahoo. cuban-kleinUns ist er bekannt als Besitzer des NBA-Teams Dallas Mavericks (Dirk Nowitzki). Und er bloggt. Klar, dass sein Blog blog maverick heißt. Dort hat er verkündet, dass er eine Art Deutschland sucht den Superstar für junge Firmen durchführen wird.

Er lädt alle Jungfirmen und Startups ein, ihre Firmenidee in seinem Blog online zu stellen und dort von allen Lesern kommentieren und zerpflücken zu lassen. Natürlich werden diese Ideen auch anderen findigen Köpfen Grundlage für neue Ideen sein. Aber  genau das ist auch Teil des Vorhabens. Für die ersten 90 Tage erhalten sie seine finanzielle Unterstützung.

Statt ein Risikokapitalgebern zu sein, suchte ich eher eine Idee, die hoffentlich Leute dazu inspiriert, die wirklich guten Firmenideen zu veröffentlichen, die sich schnell selbst tragen. Startups, die nur eine Starthilfe benötigen, um überhaupt mal den Ball zum Rollen zu bringen und dann von selbst neue Jobs bringen. Ich glaube daran, das Gründer uns aus diesen schweren Zeiten in besseres Fahrwasser verhelfen können. Das ist mein Weg zu helfen.  Marc Cuban

Es geht also darum, die Kultur des Open-Source zu nutzen, um die beste Idee umzusetzen. Die Idee kann “geklaut”, umgewandelt, modifiziert und optimiert werden – wenn man sehr schnell ist. Alle guten Ideen erhalten finanzielle Hilfen, die besten richtig viel Geld. Wieviel genau, behält er für sich. Hier die Regeln. Mehr dazu hier:

1.  Es kann eine existierende oder ein noch zu gründende Firma sein.
2.  Firmen, die ihre Umsätze durch Werbung generieren, dürfen nicht teilnehmen. Warum ? Weil Marc Cuban möchte, dass die Firma Produkte/Dienstleistungen verkauft und dafür bezahlt wird. Das ist der einzige Weg, um in solch kurzer Zeit profitabel zu werden.
3.  BREAK EVEN  in 60 Tagen, also der Zustand an dem Erlöse und Kosten gleich hoch sind (Gewinnschwelle)
4.  Profitabel innerhalb von 90 Tagen.
5.  Die Zuwendungen werden auf monatlicher Basis bezahlt. Ohne Umsätze stoppen die Zahlungen.
6.  Die Firma muss Produkte/Dienstleistungen teurer als die eigenen Kosten am Markt anbieten.
7.  Alle Firmengründer müssen mitarbeiten. Die Organisationsstruktur ist flach. Es gibt keine Angestellten, die an jemanden berichten bzw. keine Führungskräfte.
8.  Der  Business Plan muss auf dem blog mavericks oder bei slideshare gepostet werden oder bei scribd.com oder bei google docs und die Inhalte müssen komplett öffentlich sein – zum Ansehen und/oder für einen Download
9.  Marc Cuban macht keine Versprechen, dass er investiert, falls das Unternehmen profitabel wird. Nach der initialen Unterstützung ist man wieder auf sich gestellt.
10. Marc Cuban macht keine Versprechen dahingehend, dass er Hilfe anbietet – kann sein- kann aber auch nicht passieren.
11. Cuban bestimmt die Bank in die die Umsätze eingezahlt werden und er erhält die Möglichkeit, die Umsätz zu sehen und – falls nötig- mit zu unterschreiben bei Geldabfluß.
12. Im Business Plan muss stehen, wieviel Geld er zurückbekommt und eventuell noch Gewinn dazu.
13. Multi-Level Marketing Programme sind ausgeschlossen.

Klingt alles ein bißchen selbstherrlich, aber angesichts der vielen seltsamen Menschen da draußen, sicher nicht dumm oder kurz gesprungen. Könnte auch eine Art “Wo lassen Sie denken?” sein, weil ihm langweilig ist und er keine neue Firmenideen hat. Aber das glaube ich nicht. Unterstellen wir mal die besten Absichten – was zunächst immer der beste Weg ist auf die Welt zuzugehen- und hoffen, dass es ähnliches auch in Deutschland geben wird von den Hasso Plattners und Albrecht-Brüdern dieser Welt. Es muß ja nicht immer ein eigener Fussballklub sein. Man kann ja auch mal kleinere Brötchen backen (lassen).

Wir werden sehen. Ich werde berichten, wie es weiter geht…

Bookmark and Share

Post to Twitter Post to Delicious

Folgende Schlagwörter: start-up

1 Kommentar

Trackbacks

  1. Twitter Trackbacks for Milliardär sucht die Superfirma/StartUp per Open-Source Jury | digitalpublic.de [digitalpublic.de] on Topsy.com

Schreibe einen Kommentar

Kommentar-Regeln - Rules Of Commentary:

Durch einen Klick auf den Absende-Button stimmt der Kommentierende folgenden Regeln zu:

  • Bitte möglichst reale Klarnamen verwenden (Im Zweifel Vornamen)
  • Keine persönlichen Angriffe

Substanzlose Kommentare, SPAM oder persönliche Angriffe werden gelöscht und ggfls. in Rechnung gestellt. By clicking the Submit-Button, you accept a 500 € fee for any comments that only publish advertisments for products or companies and do not refer to the article or other comments in terms of a discussion.