Me 2.0: Personal Branding
Die Diskussion über Medien-, Werte- und die Finanzkrise verleitet mediokre Geister zu abenteuerlichen Gemeinplätzen mit dem mentalen Gehalt der gemeinen Steinlaus. Da werden Geschäftsmodelle von Menschen bewertet, die noch nie einen Businessplan gelesen oder erstellt haben. Da werden Bankkaufleute zu Finanzexperten und Medienwissenschaftler zu Ethikfachleuten und Naturwissenschaftler üben – fern vom sicheren Hafen des Urknall und der Raum/Zeit sowie den thermodynamischen Gesetzen – philosophischen Einstand. Kein praktischer Philosoph oder Versicherungsmathematiker würde eine neue Bosonentheorie entwickeln, kein Medientheoretiker käme auf die Idee, die Kondratieffzyklen auf Rohstoffpreise anzuwenden. Selber denken wird immer wichtiger. Aber noch wichtiger wird selber handeln. Am wichtigsten ist das Erkennen der eigenen Fähigkeiten, skills und deren Grenzen.
Denn die Generation Golf verlässt zu 70% innerhalb der ersten zwei Jahre ihren Arbeitsplatz. Wer auf den Firmenruf seines (ehemaligen) arbeitgebers setzt ist praktisch verloren. Employer Branding ist angesichts des management by Karotte oder management by kasernenton eine nette Geste, aber bei den aktuellen Datenskandalen ist klar, dass sich die Qualität der aktuellen Führungs- und Leitungskräfte in sehr vielen und leider auch oft prominenten Fällen aus wissenschaftlicher Sicht im unteren ungenügenden Bereich einpendelt. Man kann sich also durch einen langfristigen Arbeitsplatz bei den großen und sehr großen Unternehmen unter Umständen seinen Charakter schädigen. Wer trotzdem oder gerade deshalb auf einen guten Ruf der eigenen Person setzt, und vor allem, wer gerade auf Brautschau (Jobsuche) ist, dem sei folgender Auszug des Buches Me 2.0 ans Herz gelegt (Ladevorgang dauert ein bißchen):



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