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"Zur ganzen Wahrheit gehören zwei – einer, der sie sagt und einer, der sie versteht." Henry David Thoreau

Kalifornien stellt seine Zahlungen ein

Der reichste amerikanische Bundesstaat (an Nummer 5 der Industrienationen vom BIP her) hat seine Zahlungen eingestellt.

Ein Defizit von 42 Milliarden wurde bisher durch einen 21,5 Milliarden Kredit teilweise aufgefangen, so der oberste kalifronische Controller John Chiang zur lokalen Zeitung Sacramento Bee. Aber ab dem 1. Februar  2009 geht nichts mehr. Also werden nun keine Zahlungen mehr an Kalifornier getätigt, keine Sozialhilfe, keine Steuerrückerstattungen, kein Bafög – einfach nichts.

“Es tut weh, die Reißleine zu ziehen,” erklärte Chiang bei einer Preseekonferenz, aber diese dringende Aktion ist absolut notwendig.”

Denn trotz dieser drastischen Maßname verschuldet sich Kalifornien allein im Februar um weitere 348 Millionen Dollar. Unter den 3,7 Milliarden Dollar eingefrorenen Zahlungen befinden sich fast 2 Milliarden Steuerrückerstattungen, 205 Millionen Dollar für öffentliche Gerichtsverfahren sowie 122 Millionen für Soziale Hilfen an Kommunen und 13 Millionen Bafögzahlungen an Studenten. Ähnlich schlimm wie die Sozialhilfempfänger trifft es viele Behinderte und Wohlfahrtsorganisationen.

Obama bekommt dringende Arbeit. Nun zeigt sich, ob er derart multitaskingfähig ist. Drücken wir ihm die Daumen, dass er angesichts der extremen Krise in den USA nicht die externen Probleme aus den Augen verliert. Es zeigt sich auch, das mal wieder alles mit allem zusammenhängt. Da in Kalifornien mehr grüner Sachverstand versammelt ist als anderswo in der Welt, wäre es ihnen zu wünschen, dass diese Karte schnell gespielt wird.

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Folgende Schlagwörter: Krise, Obama

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