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"Zur ganzen Wahrheit gehören zwei – einer, der sie sagt und einer, der sie versteht." Henry David Thoreau

Bearing Point ist insolvent

pombarHeimlich still und leise hat uns die IT Skandalnudel Bearing Point verlassen. Bekannt geworden durch abgrundtief schlechte Performance und eine unterirdische Personalpolitik haben sie nun nach Chapter 11 (Gläubgerschutz) die Insolvenz erklärt. Im Sommer hatten sie noch herumtgetönt, dass sie ihr erstes Quartal ohne Verlust abgeschlossen hatten.

Unter der neuen Führung des ehemaligen Oracle-Finanzchefs Harry You wurde im Frühjahr 2006 die Bilanz von 2004 nachgereicht. Die Verluste blähten sich im Gesamtjahr auf über 545 Millionen Dollar. Die Zahlen für 2005 kamen spät aber gewaltig: Das Minus war mit 721 Millionen Dollar noch größer als im Jahr zuvor. Ein Grund mehr dieses offenbar sehr erfolgreiche Geschäft noch weiter zutreiben, sodass diese Hybris dann bereits 2006 und 2007 auf 575 Millionen Dollar stieg.

Die Folgen wurden endlich im letzten Jahr sichtbar: Am 9. Juli 2008 ging die Aktie von Bearingpoint mit einem Wert von 0,66 Dollar aus dem Handel.

Harry You war schon im Dezember 2007 verschwunden.

Wer die Firma im täglichen Business erlebt hat, wundert sich, warum die überhaupt länger als zwei Monate lang im Markt waren….

Möge der Pombär unter den Wir-können-vielleicht-IT-Dienstleistern in Frieden ruhen.

Ein Glück, dass die uns rund um die De-Mail erspart geblieben sind. Ups, anscheinend doch nicht: Die Tochtergesellschaften von Bearing Point außerhalb der USA sind von dem Konkurs zunächst nicht betroffen, heißt es bei Dr. Jung von der CRN.

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Folgende Schlagwörter: Arbeitswelt, consulting, Krise, start-up